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Schulpraktische Studien bilden einen zentralen Aufgabenbereich der Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Sie sollen nach Auffassung der Kommission "Lehrerausbildung" des Landes Rheinland-Pfalz vor
allem die Möglichkeit bieten:
"die Berufsentscheidung und -eignung durch probeweise Übernahme der Lehrerperspektive und Lehrerrolle zu überprüfen";
"die studierten Universitätsfächer und die pädagogischen Ziele im Unterricht versuchsweise und exemplarisch zu erproben";’ "die Vermittlung von allgemeinem Wissen und allgemeinen Normen einerseits
und konkreter pädagogischer Situation andererseits zu erlernen"; "die Art und Weise des wechselseitigen Bezugs von Theorie und Praxis zu erfahren und mitzugestalten"; "konkrete
Sozialerfahrungen mit der neuen Schülergeneration, mit Lehrern/Lehrerinnen sowie Ausbildern/Ausbilderinnen zu machen."
Insofern sind Praktika unverzichtbare Bestandteile einer akademischen Lehrerausbildung. Pädagogisches Handeln ist planvolles Handeln. So bieten die Praktika auch Möglichkeiten der Erprobung der eigenen
Kompetenz zur Planung und Vorbereitung von Unterricht und anderen pädagogischen Aktivitäten in der Schule. In den Begründungen der Planungsentscheidungen und der Form ihrer schriftlichen Darstellung wird den
Studierenden die integrierende pädagogisch-praktische Aufgabe der Vermittlung von Theorie und Praxis unmittelbar einsichtig. So gesehen ermöglichen die Praktika die theoriegeleitete Reflexion der pädagogischen
Erfahrungen. Analysen der eigenen Praxis oder des pädagogischen Handelns anderer, selbstkritische Einschätzungen und die Auseinandersetzung mit Kritik anderer, dienen letztlich der konstruktiven Weiterentwicklung
der eigenen Handlungskompetenz. Sie verbessern aber auch die Fähigkeit zur kritischen Reflexion pädagogischer Praxis generell. Insofern sind Praktika tatsächlich schulpraktische Studien, von denen auch wertvolle
Impulse für die sie vertiefenden theoretischen Studien erwartet werden können. Neben der Entwicklung der Planungs-, Handlungs- und Reflexionskompetenz stellt auch das Engagement der Studierenden bei der Erfüllung
ihrer Aufgaben ein wichtiges Beurteilungskriterium dar.
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